Die Ayudh-Initiative
Artikel - Gesellschaft/Ökologie

In der AYUDH Green Initiative,
werden Jugendliche dazu ermutigt,
ihre eigene Nahrung anzubauen.
Die Jugend umarmen
Neben Krankenhäusern, Wohnungen, Nahrung und Medikamente
für Bedürftige ließ Sri Mata Amritanandamayi - liebevoll
genannt Amma - über eine Million Bäume pflanzen. Sie half über
100.000 Frauen in die berufliche Selbständigkeit, sie trägt dazu bei,
die Suizidrate unter indischen Baumwollbauern zu senken und sie setzt sich für
den kostenlosen Zugang zu sauberem Trinkwasser und für Rechtsberatung für
Arme ein.
Petra Neumayer hat ihren Ashram in Kerala besucht
Längst schon haben Ammas karitative Aktionen die Grenzen ihres Heimatlandes Indien gesprengt. Es scheint fast so, als ob die Liste ihrer Wohltätigkeiten genauso grenzenlos ist, wie ihr immerwährend fließendes Mitgefühl für alle Wesen. Inzwischen gibt es weltweit karitative Projekte wie etwa Waisenhäuser in Kenia oder das neue internationale Jugendprojekt AYUDH. Connection Autorin Petra Neumayer besuchte im Februar 2010 den in Kerala gelegenen Ashram Amritapuri, hatte die beglückende Erfahrung des Darshans und sprach mit Ammas Schüler Nath, der seit über vier Jahren in Amritapuri lebt, über die neu gegründete Jugendorganisation AYUDH.
Am Rad des Dharma drehen
»Der Name AYUDH steht für :Amrita Yuva Dharma Dhara9 dies bedeutet :Die Jugend, die das Rad des Dharma (das Naturgesetz/die Lehre) vorantreibt9. Auf Sanskrit heißt der Begriff Ayudh auch Frieden, wofür die Taube in unserem Logo steht«, erklärt uns Nath in einwandfreiem Bayrisch, stammt er ursprünglich doch aus dem Nahe dem Chiemsee gelegenen Halfing. »Für Amma gibt es zwei Arten der Erziehung, zum einen die Erziehung, um erfolgreich einen weltlichen Beruf ergreifen zu können und zum anderen die Erziehung fürs Leben, die Herzensbildung«. Darum geht es Amma in ihrem Jugendprojekt AYUDH, denn in den Händen der Jugend liegt die Zukunft unseres Planeten. Gerade Jugendlichen mangelt es an spiritueller Unterstützung. Noch mehr als Erwachsene fühlen sie sich in einer ausnahmslos materialistisch ausgerichteten Welt orientierungslos. Daher ist es besonders wichtig, dass schon in der Jugend universelle Werte ins Leben integriert werden, damit jeder einzelne die Verantwortung für sich selbst, gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt wahrnehmen kann«.
Die weltweiten AYUDH Projekte führen junge Menschen zusammen, denen gemeinsamer, selbstloser Dienst Freude macht. Ob in Indien, Spanien, oder Kalifornien AYUDH bietet Jugendlichen in den Jahren ihrer Charakterbildung Führung und sinnvolle Aktivitäten an. Weltweit finden Jugendcamps statt, in denen die Teilnehmer Unterweisung erhalten in den Bereichen Yoga, Meditation und Selbstdisziplin und über spirituelle und praktische Themen diskutieren können.

Amma
AYUDH in Deutschland
Auch in Deutschland wird es dieses Jahr wieder zwei Jugendtreffs in der Nähe von Darmstadt auf Hof Herrenhof geben. Vom 4. bis 6. Juni 2010 gibt es ein Vorbereitungstreffen für die große europäische Jugendbegegnung, die im Sommer 2010 in Frankreich stattfinden wird. Die Teilnehmer werden sich durch Diskussionen und Workshops zum Thema »nachhaltige Entwicklung« auf das europäische Treffen vorbereiten. Der Hof Herrenberg ist hierfür ein idealer Veranstaltungsort, da sich das Seminarzentrum als Projektträger der UN-Dekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung« sehr für den Umweltschutz einsetzt.
Das GrowIn Garten Projekt
Ebenso findet in Deutschland für die Jugend vom 23. bis 25. April 2010 auf Hof Herrenberg das aktuelle GrowIn Treffen statt. »GrowIn One seed at a time« das ist eine AYUDH-Green Initiative, die Jugendliche dazu ermutigen möchte, ihr eigenes Gemüse anzubauen, wo auch immer sie dafür Platz haben. Nath erklärt dazu: »Es ist ein besonderes Anliegen von Amma, die Menschen weltweit dazu zu ermutigen, ihre eigene Nahrung anzubauen. Selbst wer in einem Zimmer wohnt und über keinen eigenen Garten verfügt, wird dazu aufgerufen, auch auf kleinstem Raum das anzupflanzen, was möglich ist.«
Seit vielen Jahren betont Amma, wie wichtig es sei, selbst Nahrung anzubauen. Dies hat mehrere Gründe: Viele der Lebensmittel, die wir im Supermarkt kaufen, schädigen wegen ihrer chemischen Inhaltsstoffe unsere Gesundheit. Aber nicht nur unsere Körper, sondern auch die Umwelt leidet unter der Industrialisierung und der Globalisierung der Landwirtschaft. Unterstützt wird das Gartenprojekt auch mit einer Online-Plattform: Videoclips geben Schritt-für-Schritt Anleitungen wie man beispielsweise Kartoffeln in einem alten Autoreifen pflanzt oder einen Wurm-Kompost anlegt. Wie das mit dem Gemüseanbau genau geht, das erfahren Jugendliche auch in Trainingswochenenden, die von professionellen Gärtnern in vielen Ländern geleitet werden.
Die GrowIn Initiative soll Jugendlichen darüber hinaus auch die Möglichkeit bieten, die Verbindung mit der Natur wiederherzustellen. Selbst wenn jeder Jugendliche nur ein wenig dazu beiträgt zusammen wird es dennoch ein großer Schritt in eine bessere Zukunft sein.
Petra Neumayer
Petra Neumayer ist Journalistin, Buchautorin und Dozentin für die Neue Homöopahtie. Eine Zeitlang hat sie die connection-Beilage »Gesund leben« redigiert. www.skripthaus.com






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