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2. Symposium »Die Welt des Vermögens«

Artikel - Politik/Wirtschaft

2. Symposium der Vermögensakademie
© Thorsten Freyer

Wie macht man gutes Geld in einer öko-humanen Marktwirtschaft?

Das zweite Symposium der Vermögensakademie »Die Welt des Vermögens« findet dieses Jahr unter der Überschrift »Wie macht man gutes Geld in einer öko-humanen Marktwirtschaft?« am 4. und 5. November 2009 in Berlin statt. Es wendet sich, wie bereits im Jahr zuvor, an Unternehmer und andere Interessenten, die ihr »Vermögen« im umfassenden Sinne erweitern möchten.

Zum Symposium 2009 versammeln sich mutige Vordenker, die bereits gestern eigene Wege gegangen sind, sowie kreative Unternehmer und Selbständige, die den Paradigmenwechsel in eine ökohumane Marktwirtschaft schon heute mit Erfolg vollziehen. Gemeinsam bauen sie an einer Gesundung der Wirtschaft und damit an einer lebenswerteren Zukunft.

Während des Symposiums werden hochkarätige Referenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur vertreten sein. Ihre Namen stehen für »gelebtes Vermögen« im speziellen und umfassenden Sinn. In vielfältigen Vorträgen, einer Podiumsdiskussion, Workshops und zahlreichen Gesprächen am Rande der Veranstaltung werden sich die Referenten dem Begriff des Vermögens aus allen denkbaren Perspektiven nähern: Aus wirtschaftlicher, politischer und kultureller Sicht  Macht  Ethik  Geld sind während dieses Symposiums die zentralen Begriffe, deren Zusammenhänge und Gegensätzlichkeiten durch Vorträge und Workshops aufgedeckt werden.

Mit dabei sind unter anderem Dr. Heiner Geißler, Prof. Dr. Thomas Druyen, Prof. Sigmund, Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn, Prof. Dr. Frank Ohle und Prof. Götz Werner. Ein Highlight ist auch der Business Lunch am 1. Tag: In Gruppen von max. 20 Teilnehmern wird man während des Mittagessens Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit einer bekannten Persönlichkeit aus Politik, Wirtschaft oder Kultur haben.

Die Superyacht von Abramowitsch
Die Superyacht von Abramowitsch -
ökohuman angelegtes Geld? © Achim Lückemeyer

Die Vermögensakademie

Die Vermögensakademie ist eine Begegnungsstätte für Unternehmer, die bereits heute nach den Prinzipien der öko-humanen Vermögenswirtschaft handeln, um so für die Zukunft noch besser aufgestellt zu sein. Der Maßstab für morgen sind die Themen von heute: eine faire Balance zwischen Macht, Ethik und Geld. Die Akademie engagiert sich für eine öko-humane Vermögenswirtschaft.

  • Öko steht für die längst überfällige Vereinigung von Ökonomie und Ökologie.
  • Human bedeutet, dass alle Menschen wertgeschätzt und gefördert werden.
  • Vermögenswirtschaft heißt echte Wertschöpfung durch kraftvolles Leisten für Andere.

Macht  Ethik  Geld

Gründungsmitglied Dr. Claudio Weiss erklärt den Themendreiklang der Vermögensakademie
  • Macht kommt von »machen« und bedeutet, etwas bewegen und bewirken zu können, also eigentlich Vermögen. Das Wort Macht wird meist gebraucht im Sinne von Übermacht und basiert auf Fähigkeiten, auf einer MachtPosition im Rahmen einer Hierarchie oder auf materiellem Vermögen. Macht  Gefälle müssen stets mit innerer Haftung einhergehen, bis hin zur materiellen Haftung für die Folgen unverantwortlicher Machtausübung. Freude an der Ausübung von Macht ist die legitime Befriedigung eines zunächst neutralen Macht  Motivs (McClelland: »desire to have impact«), bedarf aber eines Gegengewichtes in Gestalt einer Motivation des Dienens (Demut), einerseits gegenüber denjenigen, über die Macht ausgeübt wird, andererseits gegenüber denjenigen, die die Macht verliehen haben.
  • Ethik ist Gesundheitsvorsorge, die nicht an den Grenzen der eigenen Haut halt macht, sondern die gesamte Biosphäre umfasst. Im Kern ist Ethik das Ja des Lebens zum Leben und bedeutet damit Leben schützen, alles Leben fördern, Lebensqualität steigern. Ethik heißt, sein Denken, Fühlen, Wollen und damit Handeln mit den Prinzipien des Lebens (Naturgesetzen) in Einklang zu bringen. Diese sind tief in uns wahrnehmbar als Stimme des Gewissens. Die etymologische Wurzel des Wortes Ethik bedeutet »das Selbst-Gegebene«. Ethik ist eine Gabe  Begabung und Aufgabe  unseres innersten Selbst. Der Stand der Ethik zeigt sich in Werten, die von Menschen gelebt (Tugenden), von Gemeinschaften geschützt (Gesetze) und von Marktteilnehmern gehandelt (Preise) werden. Die zentralen Werte der Vermögensakademie sind zusammengefasst im Begriff der öko-humanen Vermögenswirtschaft.
  • Geld ist ursprünglich ein Schuldschein auf Eigentum (Heinsohn). Geld ist eine Ableitung, ein erstes »Derivat« von materiellem Vermögen und als solches verflüssigtes und fließfähiges Vermögen (Liquidität), was seine Eignung als Tauschmittel ausmacht. Wird das im Geld repräsentierte Vermögen erst in der Zukunft materialisiert, dann wird Geld zu Kredit. Kredit entspricht dem Aggregatszustand des Wasserdampfes, der durch Abkühlung  einer Analogie zur Materialisierung von geistigem Vermögen  wieder zu Wasser kondensieren soll. Gutes Geld ist materialisiertes Vermögen als Ergebnis dienender, lebensfördernder Machtausübung.

Oliver Bartsch


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